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Das Katzentierheim in Casas Ibañez

Aktualisiert: 9. Juli 2023

Wir werden häufig gefragt ...

Wo kommt das von mir adoptierte Tier eigentlich her? Wie leben die Tiere bei den Tierschützer:innen in Spanien eigentlich?


Deshalb möchten wir Ihnen hier einmal exemplarisch das Katzentierheim in Casas Ibañez der Asociación Protectora de Gatos El Refugio vorstellen:


Historie

Der Ursprung der Katzenhilfe La Mancha ist der Verein »El Refugio« (auf Deutsch »Die Zuflucht«) bei Casas Ibáñez, 50 km nördlich von Albacete/Spanien.


Er wurde von einer kleinen Gruppe Tierschützer unter Federführung von Maria Dolores Knobloch Ferrer im Jahr 2005 gegründet und übernahm die alte Perrera (Tötung) des Ortes. Dort lebten die Hunde zwar erst einmal auf nur 100 qm in Betonpferchen ohne Auslauf, aber immerhin: In Casas Ibañez wurde kein Hund mehr getötet, nur weil er kein Zuhause (mehr) hatte. Der Verein hatte sich – zusammen mit der Stadtverwaltung in Casas Ibáñez – von Anfang an um eine bessere Lösung bemüht. 2012 stellte die Stadt ein 400 qm großes Grundstück außerhalb des Dorfes zur Verfügung. Die Finanzierung und der Bau dauerten noch 1 Jahr, dann konnte das Hundetierheim 2013 eingeweiht werden.

Da dieses Tierheim komplett auf Hunde ausgerichtet war, konnten dort keine anderen Tiere untergebracht werden. Jedoch wurden den Tierschützern auch immer wieder Kartons mit kleinen Kätzchen einfach vor die Tür gestellt. Wo sollte man sie unterbringen? Die wenigen Pflegeplätze im Dorf waren schnell besetzt. Aus der Not heraus begannen freiwillige Helfer, ein kleines, heruntergekommenes Häuschen zu renovieren, das sich direkt neben dem Tierheim bzw. einem ehemaligen Wasserturm befindet.



Es war eigentlich später einmal für die Unterbringung von Besuchern oder Freiwilligen aus dem Ausland gedacht und ist relativ klein.


Das Gebäude bot erst einmal nichts als die Wände und ein Dach. Strom, Wasser oder einfach nur winddichte Fenster – um alles mussten sich die Tierschützer anfangs kümmern. Doch es fanden sich nach und nach einige ehrenamtliche Helfer aus dem Dorf, u.a. zwei Schülerinnen, die dem Katzenelend direkt vor ihrer Haustür nicht mehr tatenlos zusehen wollten. Glücklicherweise animierte das Engagement der Tierschützer auch andere Leute aus dem Dorf, mit anzupacken oder Mittel für die nötigen Handwerker aufzubringen.


Die Wände wurden gestrichen ... eine Decke eingezogen ... Wasser und Strom verlegt.


Die Fenster waren anfangs ein großes Problem. Auch in der Mancha werden die Winter richtig kalt. Die Katzen wären durch die – nur mit Gittern versehenen – Öffnungen frostigen Temperaturen ausgesetzt gewesen.



Vieles ist etwas improvisiert, aber dank einiger Sachspenden – auch aus Deutschland – konnten die Räume und der Innenhof liebevoll für die Katzen eingerichtet werden.

Zahlreiche hungrige Mäuler freuen sich täglich über ihr Futter und ein Sonnenbad mit Kuschelstunde im Innenhof.


Seit 2018 gibt es ein auch ein Außengehege.


Heute


Inzwischen können die Tiere gut im Katzenhaus untergebracht und versorgt werden. Die Katzen werden geimpft, auf FIV und Leukose getestet, regelmäßig entwurmt, gegen Flöhe behandelt und selbstverständlich mit EU-Pass und Chip vermittelt. Was eigentlich als Provisorium gedacht war, ist inzwischen zu einer dringend benötigten Institution geworden.


Seitdem bekannt ist, dass es hier Menschen gibt, die sich um herrenlose, kranke und verletzte Katzen kümmern, nimmt der Strom der Tiere, die dort abgegeben (oder einfach ausgesetzt) werden, nicht ab.

Besonders im Frühjahr und Herbst werden viele Jungtiere buchstäblich kartonweise einfach vor die Tür gestellt. Oft wurden sie viel zu früh der Mutter entrissen und manchmal sind sie noch so klein, dass sie mit der Nuckelflasche hochgepäppelt werden müssen.



Eine Tierschützerin im Ort hat sich auf die Fahne geschrieben, möglichst viele von den Kleinen durchzubringen und versorgt in ihrem Zuhause oft bis zu 20 Kitten. Was es bedeutet, den Babys alle paar Stunden das Fläschchen zu geben, rund um die Uhr und 7 Tage die Woche, kann man sich vorstellen.


Die Katzen in La Mancha brauchen unsere Unterstützung!


Das Katzenhaus in Casas Ibanéz wird von nur wenigen örtlichen Tierschützern betreut. Sie erhalten kaum, in manchen Jahren auch gar keine staatliche Unterstützung und sind extrem auf Spenden angewiesen.



Leider verbringen auch einige Katzen schon lange Zeit im Katzenhaus, da sie äußerlich unauffällig oder Menschen gegenüber etwas schüchtern sind. Manche sind schon als Kitten aufgenommen worden und kennen ihr ganzes Leben nichts anderes. Wir bemühen uns sehr, möglichen Adoptanten auch die unaufdringlichen und unscheinbaren unter den Samtpfoten ans Herz zu legen.


»Wir brauchen Eure Hilfe bei der Vermittlung von Katzen. Das gibt uns Mut und neuen Auftrieb, um mit unserer Arbeit weiterzumachen.

Als wir die ersten Katerchen 2014 vor der Haustür fanden, habe ich mir nicht vorstellen können, wie schwer es in Spanien sein würde, den Katzen zu helfen. Wir sind sehr glücklich darüber, Euch in der komplizierten Tierschutzwelt getroffen zu haben. Alle unsere Helfer und auch ich sind Euch herzlich dankbar für Eure Hilfe und Unterstützung.«


Maria Dolores Knobloch Ferrer

 

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Spendenkonto

Asociación Protectora de Gatos El Refugio

Caja Rural IBAN: ES87 3127 0001 4620 1292 6115

BIC: BCOEESMM127

Paypal



Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenbescheinigung, die von deutschen Finanzämtern anerkannt wird.

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