Tierheim Manzanares (Carea Protectora)

Das Tierheim in Manzanares beherbergt ausschließlich Hunde. Oft sind nicht mal ausreichend finanzielle Mittel da um eine artgerechte Fütterung zu sichern.

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Das Tierheim in Manzanares wurde 1994 gegründet. Anfangs waren es eine Gruppe von Freunden, die Tiere lieben und gern Zeit mit ihnen verbringen, da es nur 10 bis 15 Hunde waren. Atila war der erste Hund, der in dieses Tierheim kam.


Nachdem die Tierschützer einige Jahre allein gearbeitet hatten, fragten sie nach institutionellen Einrichtungen, und die Gemeinde gab ihnen einen sehr kleinen Platz, aber er war ausreichend. Dann begann die Situation kompliziert zu werden. Die Gemeinde verlangte von ihnen, sämtliche in der Stadt ausgesetzten Hunde aufzunehmen, und die Menschen aus den umliegenden Dörfern banden regelmäßig ihre Hunde an das Tor des Tierheims.


Die Freunde nahmen im Tierheim Veränderungen vor und passten es so an, dass es 80 Hunde beherbergen konnte, aber es wurden bald 130. Glücklicherweise nahm die Zahl an ankommenden Hunden mit den Jahren ab, und 2018 waren es nur noch 82 Neuzugänge.


Die letzten 27 Jahre Tierschutzarbeit waren alles andere als einfach. Hinter jedem Hund verbirgt sich eine traurige Geschichte, eine extreme Situation, verursacht durch Verantwortungslosigkeit und mangelnde Tierliebe. Das wichtigste Ziel besteht darin, Familien für die Hunde zu finden, weil Carea ein Übergangsort für die Hunde sein muss und kein Platz, an dem sie ihr gesamtes Leben verbringen.


Heute werden die Einrichtungen von der Gemeinde gestellt, aber die gesamte Arbeit wird weiterhin von der Organisation Carea gemacht. Es sind 12 ständige Freiwillige: Pilar, Lola, Manolo, Javier, Pepa, Ana, Fernanda, Juan Diego, Mar, Carmen,  Massimo und Rosario, der Präsidentin der Organisation. Ihre täglichen Aufgaben bestehen im Reinigen der Zwinger, dem Füttern der Hunde, einer geringfügigen Versorgung mit Medikamenten (wie z.B. Wundversorgung) sowie die Hunde von der Straße zu holen und die Adoptionen abzuwickeln. Manchmal halten sie einen Markt ab, um Geld für Kastrationen zu sammeln, sowie Kampagnen zur Schärfung des Bewusstseins für die Wichtigkeit von Kastrationen, um Aussetzungen zu verhindern. Des Weiteren haben sie 160 Mitglieder, die einen Beitrag von 20 Euro pro Jahr bezahlen.


Dank ausländischer Organisationen hat sich die Situation seit den Anfängen stark verändert. Heutzutage erfolgen mehr Adoptionen ins  Ausland (Frankreich, Belgien und Deutschland) als in Spanien. Dank dieser Hilfe ist Carea nun in der Lage, zumindest die akuten Krankheiten zu behandeln, was früher unmöglich gewesen ist.


Das größte Problem, dem sich die Tierschützer gegenübersehen, ist das mangelnde Bewusstsein zur Anerkennung der Kastrationspflicht aller Hunde, insbesondere jener, die als unerwünschter Müll angesehen und daher einfach weggeworfen werden.


Andere Probleme des Tierheims bestehen darin, dass es unmöglich ist, für jene Hunde noch ein Zuhause zu finden, die sich schon viele Jahre im Tierheim befinden, aber nie sozialisiert wurden. Diese Hunde kamen mit vielen Problemen und sehr vielen Ängsten, und sie sind daran gewöhnt, im Tierheim zu leben. Sie würden ein besonderes Training benötigen, um an einem anderen Ort leben zu können. Es gibt Hunde, die Fremde verbellen und sich von niemandem anfassen lassen. Sie sind unterschiedlich schwer geschädigt, aber jeder von ihnen kann nur schwer an ein neues Leben gewöhnt werden. Sie benötigen ein spezielles Training für traumatisierte Hunde außerhalb des Tierheims.


Wenn Sie das Tierheim in Manzanares unterstützen möchten, nennen wir Ihnen gerne das Spendenkonto.