TIERSCHUTZVEREIN

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Zusammenführung von Katzen

Nicht miteinander bekannte Katzen gewöhnen sich fast immer problemlos aneinander, sofern sie über ein intaktes Sozialverhalten verfügen, jünger als 10 Jahre und gesund sind und keine Schmerzen haben!

Es ist unnötig und meist kontraproduktiv, das Zusammenführen zweier sich fremder sozialkompetenter Katzen zu einer Angelegenheit zu stilisieren, die der menschlichen Assistenz bedarf. Wir raten daher dringend von Eingriffen in den Kennenlern-Prozess ab. Das beinhaltet auch den in Internet-Foren häufig propagierten Gebrauch von sogenannten Gitter-Türen. Der Einsatz von Hilfsmitteln, zu denen die Gittertür gehört, obliegt Fachleuten! Der unsachgemäße Gebrauch von Hilfsmitteln durch unerfahrene Laien führt leider meist zur Verstärkung von Aggressionen und erschwert die Vertrauensbildung zwischen den Katzen.

Wenn das Sozialverhalten der betroffenen Katzen nicht bekannt ist, sollte eine Zusammenführung grundsätzlich unter Aufsicht und nach Beratung durch eine erfahrene Person stattfinden, die das Verhalten der Tiere bewerten und die Erfolgsaussichten einer Zusammenführung einschätzen kann.

Bei Katzen die vor der vollendeten 12. Lebenswoche von den Geschwistern und/oder des Muttertieres getrennt wurden und/oder lange Zeit ohne Artgenossen gelebt haben, sollte man grundsätzlich von mangelhafter Sozialkompetenz ausgehen.

Katzen, die sich nicht kennen, begegnen sich in aller Regel zunächst misstrauisch und ängstlich. Das äußert sich mit Fauchen, Brubbeln, evtl. Pfotenhiebe, ständiges Beobachten des Gegenübers und dem Wunsch nach Distanz. Dieses Verhalten kann auf Unerfahrene unangemessen aggressiv wirken. Im weiteren Verlauf des Kennenlernens reduziert sich die Distanz zwischen den Tieren, das Fauchen wird weniger und die Tiere entspannen. Sobald sich die Tiere sicher sind, dass vom Gegenüber keine Gefahr ausgeht, kann der eigentliche Kennenlernprozess beginnen. Je nach Persönlichkeit und Alter der Tiere variiert die Dauer dieser Phasen zwischen wenigen Stunden bis einige Monate.

Die viel kolpertierte Aussage, dass Katzen sich „zusammenraufen“ oder durch Kämpfe eine Rangordnung klären müssen, ist falsch. Das Miteinander von Katzen beruht auf gegenseitige Toleranz und nicht auf Über- u. Unterordnung. Wenn Katzen miteinander kämpfen oder eine der Katzen sehr große Angst zeigt, egal ob bei der Zusammenführung oder in einer anderen Situation, sind sie unbedingt sofort dauerhaft voneinander zu trennen. Kämpfe und große Ängste  sind Ausdruck für massive Probleme zwischen den Tieren, die diese nicht bewältigen können. In solchen Fällen liegt ein großer Leidensdruck bei allen beteiligten Tieren vor. Bitte beraten Sie beim Vorliegen einer solchen Problematik das weitere Vorgehen mit einem Fachmann.

Achtung! Versuchen Sie niemals kämpfende Katzen voneinander zu trennen. Die Gefahr, dass Sie dabei gebissen werden ist fast 100%ig! Katzenbisse sind sehr gefährlich. Sollten Sie dennoch gebissen werden, suchen Sie bitte sofort einen Arzt oder die Notaufnahme auf. Wenn Ihre Katzen miteinander kämpfen, warten Sie, bis der Kampf vorbei ist und die Tiere sich wieder in getrennten Zimmern befinden. Schließen Sie dann die Tür. Bitte berühren Sie die Tiere erst wieder, wenn diese ruhig und entspannt sind.

 

 

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